Urlaubsimpressionen – Graffiti, Norden und Bronzefiguren

 

„Und ich fahr 1000 Kilometer…“, schallt Julian Le Play aus meinen Ohrstöpseln. Bei mir sind’s sogar schon ein wenig über 1000 km – genauer gesagt sind es 1.115 km. Wie schon auf Instagram die ganze Woche angekündigt kommt heute mein erster Urlaubsreview-Beitrag meines Campingurlaubes. Jaja, ich weiß, Campen ist nicht für jeden etwas, aber für mich birgt es schon eine Zeit lang hauptsächlich Vorteile. Ich mag es, in seinen eigenen 4 Wänden auf Urlaub zu fahren. So zurück zu meinem diesjährigen Trip: Ich bin in…Norddeutschland! Huch, jetzt ist das ‚Geheimnis‘ heraußen. Aber jetzt enthülle ich noch ein kleines Geheimnis: Es wird nicht das einzige Land sein, das ich mit meiner Anwesenheit beglücke.  Mehr dazu jedoch in einem späteren Beitrag, jetzt mal zu meinen bisherigen Destinations und „Urlaubsmustsee’s“.

Stopp Nr. 1: Leipzig

Mein allererster Stopp fand in Leipzig statt. Eine Stadt, von der ich noch nicht oft gehört habe und mir deshalb nicht wirklich ein Bild vorstellen konnte. Aber Überraschung! Leipzig ist eine unheimlich tolle Stadt. Nicht nur dass die Uni wirklich mitten (und ja ich meine wirklich zentral) in der Stadt liegt und es unheimlich schöne Kontraste gibt – wie das leerstehende Gebäude, welches vom Graffitiverein genutzt wird, bringt Leipzig tolle Einkaufsstraßen und Entspann-Zonen mit sich. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es hier viele Parks und Grünflächen gibt? Nämlich welche, die nicht weit weg von der Stadt sind, sondern welche, die leicht zu erreichen sind. Ich glaube, was mich in diesen ersten Tagen neben der Architektur und Stadtplanung Deutschlands am meisten fasziniert hat, war die Vielzahl an Graffitis. Ja ihr könnt es erahnen, gut gemachte Graffitis sind Kunst, die zumindest in meinen Augen Anerkennung verdient und so manches Grau aufleben lässt. Viel zu kurz habe ich den Aufenthalt genossen, aber was soll’s ich will ja noch mehr sehen.
Und so ging es für mich weiter zu:

Stopp Nr. 2: Bremen

Tja, Bremen kennt man.
Denn so ziemlich jeder von uns hat schon mal die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten gehört oder gelesen. Aber wusstet ihr, dass der Esel eigentlich in der Urgeschichte nicht mal erwähnt worden ist? Denn statt ihm war eigentlich ein typischer Ackergaul einer der Protagonisten. Jedoch war für diese Statue zu wenig Bronze vorhanden (dank Napoleon), sodass der Künstler den mächtigen Ackergaul in einen kleinen Esel verwandeln musste, um die Statue fertig stellen zu können. (Oh ja, ich lerne sogar etwas durch diesen Urlaub – auch wenn es vielleicht unnötige Fakten sind, Wissen ist es immerhin 😉 )
In Bremen gibt es unheimlich viel zu entdecken. Nicht nur das Rathaus als Weltkulturerbe, sondern auch die Altstadt sowie das Schnoor-Viertel bieten sich für schöne Augenblicke an. Außerdem sind die Cafés und Restaurants an der Weserpromenade und das Kunstmuseum Weserburg für moderne Kunst, welches ich am letzten Tag dort besucht habe, wirklich zu empfehlen. Nur eine Führung in der Beck’s-Brauerei ist sich zeitlich leider nicht mehr ausgegangen. – Und steht somit auf der To-Do-Liste für den nächsten Besuch.

Mein Geheimtipp für Bremen:

Der Stadtwaldsee (Unisee).
Wie der Name sagt liegt er direkt in der Nähe der Uni, die Umrundung ist 2,6 km lang und eignet sich super an warmen Tagen als Badegelegenheit. Es ist ein bisschen wie Urlaub im Urlaub, wenn man sich an diesem See eine Auszeit gönnt, da es wirklich ein schöner Kontrast zum Stadtleben ist. (ja ihr merkt schon, ich mag Kontraste 😀 )

Nach 3 Tagen in Bremen ging es dann auch schon wieder weiter zum nächsten Urlaubsziel:

Stopp Nr. 3: Norden

Nein, ich schreibe jetzt nicht nur, dass mich mein Urlaub in den Norden führt – viele von euch wissen schon durch meinen letzten Urlaubsimpressionen-Blogpost, dass ich nördliche Gebiete dem Süden vorziehe. Wieso also schreibe ich als drittes Urlaubsziel Norden? Na weil die Deutschen einfach mal eine Stadt nach der Himmelsrichtung benannt haben! Klingt komisch? Ist es auch. Am Anfang zumindest. 😉 Norden liegt beinahe an der Nordsee, die dazugehörige Stadt Norddeich liegt direkt am Meer. Heißt also für mich nur am Strand liegen und Nichts-Tun? Falsch gedacht, denn auch wenn ich mein Training und meine Ernährung etwas vernachlässige, bin ich auch bei diesem Stopp nicht auf der faulen Haut gelegen. Sowohl Norddeich, als auch Norden, hat Charme und die kurzen Eindrücke der Seehundstation ist des Eintrittspreises sicherlich wert. Am schönsten jedoch ist und bleibt es am Strand, an dem man die Sonne und natürlich nicht zu vergessen den Wind (jep, die Nordsee) zwischen Strandkörben und Dünen genießen kann. Kurze Info an Euch: Auch wenn man hier etwas kühle Temperaturen erlebt; ein Sonnenbrand ist genauso leicht – wenn nicht sogar leichter – eingefangen als zu Hause. Und heute ging es für mich abschließend noch nach Norderney, die Insel, ihre Strände und Einwohner erkunden.

Mein Geheimtipp für Norden:

Das ältere, kleine aber feine Kino.
Die Räumlichkeiten haben unheimlich viel Charme und das obwohl die neuesten Filme angeboten werden. Ich habe mir „Pets“ angesehen, einfach weil ich wissen wollte, was meine Hündin wohl alles so anstellt, bin ich nicht zu Hause. Und ich muss sagen: Der Film war jeden Cent wert – auch wenn er ein Kinderfilm ist, musste ich lachen und auch ein kleines bisschen mitfiebern, wie die Geschichte wohl ausgeht.

 

Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Tja, die deutschen Stechmücken sollten eigentlich verboten werden – die traktieren mich sogar durch die Kleidung hindurch und fügen mir mehr Stiche zu, als ich sonst im ganzen Sommer habe. Die Deutschen jedoch sind nett wie eh und je – und auch wenn es „untypisch“ für eine Österreicherin ist: Ich mag Deutschland. 🙂

Das Abschalten und Relaxen fällt mir immer noch schwer, wie ich euch im letzten Beitrag erzählt habe. Dementsprechend nehme ich mir nächste Woche mal wirklich frei und somit fällt leider der Mittwoch-Beitrag aus. Ich werde mich bemühen, euch zumindest auf Instagram ein wenig up-to-date zu halten, bis es in genau einer Woche wieder weitergeht mit meinen Blogposts. Ich hoffe, dadurch mal wirklich abschalten zu können, das vergangene Jahr samt OP und allem Trubel letztendlich gänzlich verarbeiten und abschließen zu können und Kraft und Energie für das nächste Jahr tanken zu können.

Bis nächsten Sonntag wünsche ich euch noch eine schöne Woche und hoffentlich entdeckt ihr genauso viel Neues wie ich – auch wenn ihr vielleicht zu Hause seid.

Bis dann und wunderschöne Grüße von der Nordsee,
Eure Ella-Marie 🙂



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