Wir haben nur dieses eine Leben – Werden wir uns dessen bewusst

Wir haben nur dieses eine Leben – Werden wir uns dessen bewusst

„Wir müssen das Leben mehr genießen.“, meint plötzlich ein 16-Jähriger neben mir. „Wir wissen nie, wann und wen es als nächsten erwischt.“ Sprachlos bleibe ich stehen. Wir kommen gerade von einem Konzert, sind auf dem Weg zum Auto. Und er hat recht. Wir vergessen viel zu oft, das zu genießen, was wir haben. Nämlich unser Leben.

Man sagt: „Manche Dinge schätzt man erst, wenn man es nicht mehr hat.“ und meint dabei meist Freunde, Beziehungen oder simple materielle Sachen. Aber wie sieht’s mit dem eigenen Leben aus? Der eigenen Gesundheit oder der der Mitmenschen? In meinem letzten Beitrag habe ich von Nächstenliebe geschrieben, doch was ist mit der Liebe gegenüber unserem eigenen Leben?

 

Fünf Uhr morgens

Unter all dem Druck perfekt und unsere eigene Marke zu sein, vergessen wir so oft, was wir eigentlich alles schon haben. Bis uns das tragische Schicksal in unserer Umgebung wieder aufwachen lässt. Meistens ist das Erwachen nur von kurzer Dauer. Die Erkrankungen und Todesfälle in meinem Bekanntenkreis steigen in den letzten Jahren deutlich an. Ich weiß, das klingt dramatisch. Aber es ist nun mal wirklich so, dass immer mehr Menschen in meinem Umfeld an Krebs und anderen unheilbaren Krankheiten erkranken. Und hierbei rede ich nicht von altersschwachen Personen. Ich spreche von Jugendlichen. Von Menschen wie du und ich.

Von jungen Leuten, die eigentlich noch ihr ganzes Leben vor sich haben. Die um 5 Uhr morgens den ersten Kaffee genießen und dabei den rosa Sonnenaufgang sehen sollten. Die lachend durch Regentropfen tanzen und spüren sollten, wie ihr Herz Freude versprüht. Sie sollten ihre große Liebe beim Einkaufen, Fortgehen oder über’s Internet kennen lernen. Sich schüchtern verabreden, Herzklopfen haben, die Zukunft kaum erwarten können. Sie sollten ausgehen, Spaß haben, unbeschwert sein, glücklich sein. Sie sollten ihr Leben genießen.

Aber zu oft können sie das nicht mehr. Sie liegen in Krankenhäusern oder zu Hause in Betten. Oder ihr Leben endet viel zu bald.

Und dann regen wir uns auf, dass der Handy-Akku leer, das Lieblingsmüsli ausverkauft ist und wir schon wieder zu faul sind, um uns von der Couch zum Sport zu bewegen. Ich sage nicht, dass wir alles hinnehmen sollten, wie es ist. Alltag ist nun mal oft nicht toll, sondern anstrengend und wir alle haben ab und an schlechte Tage. Aber vielleicht hilft es, uns zu erinnern. Zu erinnern, dass wir gesund und am Leben sind. Dass wir so vieles noch erreichen können, wenn wir wollen. So viel erleben können, jeden Tag auf’s Neue.

 

Wir haben nur dieses eine Leben..

Mit diesem Beitrag will ich nicht sagen, dass es anderen viel schlechter geht als uns und unsere Probleme daher weniger wichtig sind. Nein, denn wenn ich etwas hasse, dann sind es Sprüche wie diese: „Andere haben’s doch viel schlimmer, reiß dich doch zusammen.“

Ich möchte, dass wir uns unserer selbst bewusst werden. Ich möchte, dass wir unser Leben mehr schätzen. All die Zahlen in unserem Leben haben doch keine Bedeutung. Es interessiert doch niemanden, wieviele Follower, Likes und Kommentare haben. Oder ob wir 2 Kilo mehr oder weniger auf die Waage bringen.
Was zählt ist, dass wir am Leben sind. Wir können bis um 5 Uhr morgens aufbleiben, der Sonne beim Aufgehen zusehen. Wir können lachend durch den Regen tanzen, Liebeskummer haben, Fotos schießen und uns online zeigen. Wir können Spaß haben. Und glücklich sein.

Das möchte ich mit diesem Beitrag bewirken. Wir leben – und wir haben nur dieses eine Leben. Werden wir uns dessen bewusst und verschwenden wir nicht unsere Zeit, unsere Gesundheit oder unser Glück.

 

Was fehlt dir zum Glücklich-Sein? Und was kannst du dafür tun?

Eure Ella-Marie

 



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