Traveldiary – Seattle || Day 1 to 3

Traveldiary – Seattle  ||   Day 1 to 3

Gestern ging es also los. Meine erste Reise alleine – und das gleich nach Seattle in den USA. Um 3:45 Uhr läutete der Wecker, schnell in die Jogginghose und das T-Shirt geschlüpft und rein ins Auto. Eine lange Reise stand mir bevor, doch wie lange diese wirklich werden sollte würde sich erst zeigen.

 

Die Anreise nach Seattle – Vashon Island / Day 1

Bis zur Ankunft in Seattle lief alles nach Plan. Fliegen, warten, Füße vertreten und wieder fliegen. Direkt nach dem Einsteigen und Hinsetzen eingeschlafen und den Abflug verschlafen – das muss man mir mal nachmachen. Während dem 10 stündigen Flug hieß es also schlafen, Film schauen, Serie schauen (hi Grey’s Anatomy), schlafen und nochmals Film schauen.

Und dann fing die Miesere an…nach der Landung in Seattle wurde uns der Zugang zur passport control verweigert. Es seien momentan alle Schalter belegt und die Kontrolle an ihrem Maximum angelangt. So hieß es also 45 Minuten am Gang des Gates warten, bloß um dann nochmals eineinhalb Stunden am Schalter anzustehen. Also nach 17 Stunden Anreise weitere zwei Stunden vor der Kontrolle stehen – Yippie.

Als ich nun endlich am strengen immigration officer vorbei war, hieß es Koffer suchen und dann irgendwie die richtigen Öffi-Verbindungen zum Fährhafen zu erwischen. Dank der netten Busfahrer hat das aber alles geklappt.

Schon während der Busfahrt fiel mir auf: Es ist alles, wie in den Filmen. Na klar, werdet ihr euch denken, warum sollte es anders sein. Aber Wien ist auch nicht wie der Rest von Österreich und unser Land besteht auch nicht nur aus lauter Alpendörfer. Ich mochte die Landschaft, die Gebäude und die Stadtnutzung auf Anhieb.

Nach insgesamt 21 Stunden gelangte ich dann endlich in meinem Zuhause für die nächsten Wochen an. Dachte ich. Mein Gastgeber holte mich direkt vom Hafen ab und zeigte mir meine Unterkunft für das nächste Monat. Und was soll ich sagen…I was shocked. (Jaja an die Jodler – hier spricht Lisa, 19, war für ein Monat in Amerika 😉 ) Mein „Zuhause“ war eine Gartenhütte, die schon seit Jahren keinen Besen und keinen Putzfetzen mehr gesehen hat. Vor dem Bett war eine Ameiseninvasion, überall war zentimeterdicker Staub. Aber macht ja nichts, dachte ich, das kann man ja putzen und man kann ja aus dem Koffer leben, wenn’s keinen Kasten gibt.

Aber wie’s dann weiter ging, war nicht mit einem Putzfetzen zu ändern. Ich wollte kurz mal nichts tun, mich einfach zurücklehnen. Doch mein Gastgeber sah das anders. Er bestand darauf, mir die Farm sofort zu zeigen, mir eine Rundfahrt auf der Insel zu geben und mir lauter Bekannte vorzustellen. Eh nett, aber ein bisschen too much. (Hallo, Lisa wieder hier) Und so ging es weiter. Er erzählte mir, was er mir nicht alles zeigen und mit mir unternehmen wollen würde, während ich mir das alles ein wenig anders vorgestellt hatte. Das Ehepaar, bei dem ich gewohnt hätte, war zwar unheimlich nett und lieb und wollten mich integrieren, aber irgendwie passte es einfach nicht. Also beschloss ich, die vier Wochen Farmarbeit zu vergessen und gleich am nächsten Tag umzuziehen und einfach nur zwei Wochen Urlaub zu machen.

Bye bye Österreich!

 

Landed in Seattle – bei wunderschönem Wetter und angenehmen 22 Grad.

Change the Residence – mein Zuhause in Seattle / Day 2

Elfie, meine neue Gastgeberin, hab ich über Airbnb kennen gelernt und sie war sprichwörtlich meine Retterin in der Not. Innerhalb von wenigen Stunden war es geklärt, sie gab mir ihre Telefonnummer, ich buchte ein Privatzimmer und fuhr direkt von der Insel zu ihr. Alles tiptop. Das Zimmer ist wahnsinnig sauber, ich hab mein eigenes kleines, feines Bad und sie kümmert sich auch mich. Den ersten Einkauf haben wir auch gleich erledigt, ich war wirklich beeindruckt, wie groß das alles in den US ist. Es gibt zum Beispiel 12 verschiedene Sorten von Haferflocken. Da soll sich mal einer entscheiden können.

Später zeigte sie mir Parks und Fremont – das Künstlerviertel eines eh schon sehr künstlerisch angehauchten  Seattles – mitsamt Statuen und ein paar unbekannteren Hotspots.

Sooo viele Eichhörnchen in den Parks und alle sind sie zutraulich.

 

Eine 7 Tonnen schwere Lenin-Statue mitten in Fremont.

 

Sorry mum – bei diesen Kuchen im Supermarkt können deine nicht mithalten. 😉

Sights, Sights, Sights – Day 3 in Seattle

Manchmal mache ich den Scherz, dass ich kein Navi bräuchte, ich fände sowieso überall hin. Und so war es auch heute wieder. Gut, zur ersten Destination habe ich mich verlaufen – aber nur weil ich diesmal die Kartenapp verwendet habe. 😉 Kann ja niemand wissen, dass es ca. 8 verschiedene Amazongebäude in Seattle gibt. Aber nichts desto trotz stand ich dann vor dem „The Spheres“, dem absolut neuen Amazongebäude mit den bepflanzten Bubbles. Wahnsinn, doch rein durfte ich leider nicht, da man eine Reservierung bräuchte und diese nur Samstags zu haben sind.

The Spheres – ein Meisterwerk Amazons. Unbedingt den Eintritt reservieren!

Danach ging es zur „Space Needle“ dem Wahrzeichen der Stadt, wo ich 1 1/2 Stunden in der Kälte (12 Grad) anstand. Aber die Aussicht hat sich gelohnt. Anschließend fand ich mich im „Chihuly – Garden and Glass“ wieder, welches mich auch beeindruckt hat. Eine Mischung aus Garten und Glas, vereint in der Ausstellung.

Das Wahrzeichen Seattles: The Space Needle aus dem Jahr 1962.

 

Cinnamon roll on top of the Space Needle und unter mir Seattle.

 

Ein Teil des Chihuly – Garden and Glass.

 

Details der Ausstellung im Chihuly – Garden and Glass.

Auf gut Glück bin ich dann in den Bus eingestiegen und einfach irgendwo ausgestiegen. Zufälligerweise führte mich mein Weg dann zum „Pike Place Market“, DEM Hotspot der Stadt schlecht hin. Ich kann nur sagen: mein absolutes Highlight bisher! Und obwohl ich erst 3 Tage hier bin, wird es schwer, diese Eindrücke zu übertreffen. Danach war es an der Zeit, ein paar Postkarten zu schreiben und kurzer Hand ging ich in den Starbucks gleich gegenüber. Erst später wurde mir klar, dass dies der „Original Starbucks“ ist, in dem alles begonnen hat.

Fresh fish im Pike Place Market.

 

Seafood wird in Seattle gaaanz groß geschrieben.

 

Ein weiterer touristischer Hotspot am Pike Place Market: die Gum-Wall. Mir hat’s davor gegraust.

 

Ich habe also ganz ohne Reiseführer und Navigationshilfe die wichtigsten Sights von selbst gefunden – so kann es gerne weiter gehen!

Ich hoffe, euch in Österreich geht’s gut.

See you,

Xoxo Ella-Marie


Im vorherigen Beitrag könnt ihr alles über meine Entscheidung, alleine zu reisen, nachlesen. 



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